Sauna Tipps

Aufguss Anleitung für die Sauna

So geht es richtig – Saunaaufguss in 7 Schritten

Zu Beginn der letzten fünf Minuten eines Saunagangs steht der wohltuende Aufguss an. Dabei begießen Saunameister mit einem aromatischen Wasser die heißen Saunasteine. Das zischende Geräusch, welches während des Aufgusses entsteht, kündigt den bevorstehenden Dampfstoß an. Dieser streichelt sanft die Haut wie eine Glut. Darüber hinaus repräsentiert dieser Augenblick den Mittelpunkt des Saunabads und bewegt Besucher zu einer meditativen Stille.

Welchen Zweck erfüllt ein Aufguss in der Sauna?

Im Hinblick auf die Gesundheit spielt der Aufguss laut Sauna-Puristen keine Rolle. Selbst wenn das zutrifft, entspannt der kurze Augenblick der Meditation die Besucher. Für den Bruchteil einer Sekunde vergessen diese ihren stressigen Alltag und fokussieren sich auf das Zischen, den Dampf und den Aromaduft. Positive Effekte erzielen Saunagänge dank des Wechsels zwischen der Hitze und der darauffolgenden Abkühlung. Das Immunsystem genießt aufgrund dieser Vorgehensweise eine Stärkung. Somit bewirkt der Hitzereiz, welcher durch den Aufguss am Ende des Saunabads entsteht, keinen weiteren Vorteil im Hinblick auf die körperliche Stärkung.

   

Allerdings saunieren langjährige Saunaanhänger nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Schließlich existiert mittlerweile keine öffentliche Einrichtung, in welcher kein Aufguss stattfindet. Wärmekabinen, die dieses kurze Entspannungsritual weglassen, sind nicht wettbewerbsfähig. Aufgüsse fungieren als Balsam für die Seele und bilden den gelungenen Abschluss eines wohltuenden Saunabads. Außerdem berichten Saunagänger von einem verstärkten Entspannungsgefühl, welches sie dem Aufguss zuschreiben. Sie beschreiben den kurzen Augenblick in Abhängigkeit vom gewählten Duft als beruhigend oder anregend. Zitrusfrüchte wirken beruhigend, wohingegen Kräuter wie Minze die Sinne beleben.

Welches Zubehör ist für einen Aufguss erforderlich?

Aufgüsse funktionieren lediglich mit einem Saunaofen sowie mit den dazugehörigen Saunasteinen. Der Aufguss benötigt darüber hinaus den hölzernen Saunakübel. Mit einer Holzkelle stellt der Wasserkübel das perfekte Duo für einen Saunaaufguss dar. Dieses Zubehör reicht bereits für den Aufguss aus. Hitze und Dampf entstehen. Allerdings erhöhen aromatische Essenzen das Wohlfühlritual. Im Handel existieren zahlreiche Saunadüfte. Des Weiteren können Wellnessliebhaber ihre individuellen Duftmischungen zusammenstellen. Zu einem Aufguss gehört auch ein Handtuch. Dieses ermöglicht das Wedeln in der Sauna. Dadurch verteilt sich die warme Luft im Raum.

   

Schrittweise Anleitung für den Saunaaufguss

Öffentliche Einrichtungen verwandeln den Saunaaufguss in eine Zeremonie. In manchen Wärmekabinen reiben sich Besucher mit Honig oder Salz ein. Vor diesem Ritual haben Saunagänger mindestens zwischen fünf und zehn Minuten sauniert. Schließlich sollte der Körper warm genug sein, um den Hitzereiz intensiv zu spüren.

   
  1. Bevor die Saunameister mit dem Aufguss beginnen, öffnen sie vorher die Kabinentür, um eine frische Luftbrise in den Raum zu lassen. Des Weiteren wirbeln sie diese mit einem Handtuch in die Schwitzkabine.
  2. Anschließend schließen sie die Tür, bevor sie tröpfchenweise wohltuende Duftaromen in den Wasserkübel tröpfeln und mit dem Wasser gut vermischen.
  3. Im dritten Schritt verteilen Saunameister langsam das Wasser auf den Saunasteinen. Ein schnelles Gießen kann schmerzvoll sein, da die Wasserspritzer heiß sind. Nach dem Aufguss verdampft das Wasser. Aus diesem Grund erhöht sich für einen kurzen Augenblick die Luftfeuchtigkeit in der Wärmekabine.
  4. Danach packen Saunameister das Handtuch am Ende und lassen es in der Luft wie einen Propeller rotieren. Dadurch verwirbeln sie die feuchte Luft im gesamten Raum.
  5. Nach einer einminütigen Pause erfolgt eine Wiederholung des Vorgangs.
  6. Nach höchstens drei Aufgüssen ist das Ritual beendet. Manche Saunagänger schwitzen, falls sie das Bedürfnis danach haben, noch ein oder zwei Minuten nach.
  7. Zuletzt verlassen sie die Sauna und kühlen sich ab. Dabei gehen sie kurz an der frischen Luft spazieren, ehe sie sich im Anschluss mit kaltem Wasser abkühlen. Dafür nutzen sie einen Schlauch, eine Dusche oder den zur Verfügung stehenden Pool.

Was passiert während eines Aufgusses in der Sauna?

Besucher, die während eines Aufgusses das Thermometer ins Visier nehmen, stellen fest, dass die Temperatur währenddessen keineswegs ansteigt. Die Mehrheit ist über diese Tatsache erstaunt. Schließlich empfinden Saunagänger während des Aufgusses für einen kurzen Moment einen Gluthauch. Allerdings kommt dieses Empfinden dadurch zustande, dass sich der entstehende Wasserdampf auf der recht kühlen Hautoberfläche niederlässt. Die Wärmeenergie wird dabei weitergeleitet. Sie entsteht durch den Kontakt des Wassers mit den heißen Saunasteinen.

Darüber hinaus ist die Haut aufgrund der Verdunstungskälte, welche der Schwitzvorgang verursacht, deutlich kühler. Der Anstieg der Luftfeuchtigkeit unterbricht diesen Prozess. Des Weiteren verstärken die Wedeltechniken mit einem Textiltuch diesen Effekt. Das Resultat ist ein Wegreisen der zwischen vier bis acht Millimeter dicken und kühleren Luftschicht. Wodurch die Hitze direkt die Hautoberfläche erreicht, ohne irgendwelche Hindernisse zu bewältigen. Dadurch empfinden die Besucher die Luft als wesentlich heißer, obwohl die Raumtemperatur keineswegs angestiegen ist.

   

Welche Wassermenge benötigt ein Aufguss?

Saunabesitzer stellen sich des Öfteren die Frage, welche Wassermenge für einen Aufguss notwendig ist. Allerdings sind sich Saunakenner bei diesem Sachverhalt nicht einig. Auch über die Empfehlungsformel streiten sich die Gemüter. Das trifft vor allem auf öffentliche Einrichtungen zu. Laut der empfohlenen Berechnungsformel sollen pro Kubikmeter eines Raums, der nach der Formel „Länge mal Bereite mal Höhe des Raums“ berechnet wird, nicht über 15 Milliliter Wasser verdampfen. In einer kleinen Privatsauna sind das bei 15,5 Kubikmeter 2,3 Liter Wasser. Wird diese auf drei Aufgüsse verteilt, kommt das dem einen oder dem anderen zu wenig vor. Aus diesem Grund sollten Saunameister sowie Saunabesitzer mit dieser Wassermenge starten.

Bei Bedarf tasten sie sich einfach vor und erhöhen die Wassermenge. Diese Vorgehensweise stellt eine bessere Alternative dar. Ansonsten würden sich Saunagänger einer Extremhitze aussetzen, welche jedoch kontraproduktive Effekte verursacht und in der Regel die Saunierenden aus dem Raum vertreibt. Allerdings sollte nach diesem Prozess die Tür offen bleiben, damit die entstandene Feuchtigkeit aus der Wärmekabine entweichen kann.

 

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*Letzte Aktualisierung am 9.07.2020 um 21:26 Uhr / Affiliate Links / Bilder & Texte von der Amazon Product Advertising API. Preise ohne Gewähr.

   

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