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Warum schwitzen wir in der Sauna?

In der Sauna schwitzen wir. Aber warum ist das eigentlich so? Wir klären euch auf was es genau mit dem Schwitzen auf sich hat.

Warum schwitzen wir in der Sauna
Warum schwitzen wir in der Sauna

Erfahre die Gründe warum wir in der Sauna schwitzen

Warum schwitzen wir in der Sauna? Dass Menschen in der Sauna schwitzen ist dir wahrscheinlich klar. Aber hast du dich schon einmal gefragt, warum das so ist? Klar, du wirst jetzt sagen, das liegt an der Hitze. Aber lass uns doch einmal tiefgründiger werden. Wir von Saunazeit sagen dir, warum sich überhaupt Schweiß bildet. Und vor allem verraten dir zusätzlich, welchen Nutzen du davon hast. Der ist nämlich nicht zu unterschätzen.

Genialer Trick von Mutter Natur

Die Natur hat deinem Körper eine geniale Einrichtung mitgegeben: die Schweißdrüsen. Sie sind für die natürliche Körperkühlung zuständig. Steigt die Temperatur so weit an, dass deinem Organismus die Überhitzung droht, setzt er sie in Gang. Die Drüsen produzieren eine Flüssigkeit, die dich kühlen soll. Die Schweißdrüsen befinden sich im Prinzip an deinem ganzen Körper. An den kritischen Stellen hat Mutter Natur aber ein paar mehr von ihnen eingebaut: am Kopf, unter den Achseln (sie sind für dein Herz zuständig) und an den Füßen. Kritisch wird es für den Organismus übrigens so ab 30 Grad Außentemperatur. Es kann aber auch sein, dass du schon früher zu schwitzen beginnst. Wenn du dich mäßig bewegst, wird dein Organismus sogar bereits ab 25 Grad Außentemperatur mit dem Flüssigkeitsausstoß beginnen.

 

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Wann schwitze ich mehr?

Wenn du deinen Körper aufmerksam beobachtest, hast du sicher festgestellt, dass du in bestimmten Situationen mehr schwitzt als in anderen. Das hat mit dem Ausmaß der Hitze zu tun. Denn entscheidend ist nicht, wie warm es um dich rum ist. Es kommt auf die sogenannte Körperkerntemperatur an. Und die steigt schneller, wenn du in der Finnischen Sauna sitzt. Entspannst du dagegen in der milden Bio Sauna, dauert das etwas länger. Erst wenn sie hoch genug ist, setzt der Schweißausstoß ein.

Übrigens hängt die Schweißbildung nicht mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Du fühlst dich zwar irgendwie ziemlich schnell nass. Dabei handelt es sich aber um Wasser aus der Luft, das sich an deiner Haut absetzt. Dein Organismus beginnt erst dann mit dem Flüssigkeitsausstoß, wenn es in seinem Inneren zu heiß wird.

 

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Und was hat das mit der Bewegung zu tun?

Ist ja alles schön und gut. Aber warum schwitzt du, wenn du dich bewegst? Nun, hier kommt wieder die Körperkerntemperatur ins Spiel. Dein Organismus funktioniert nämlich so ähnlich wie ein kleines Kraftwerk. Muss er viel arbeiten, laufen alle Organe auf Hochtouren. Das erhitzt das ganze System. Und weil es eben auf die Körperkerntemperatur ankommt, setzt der Organismus sein Kühlsystem in Gang. Das ist vielleicht etwas unangenehm – aber lebensnotwendig.

Derselbe Mechanismus greift übrigens auch dann, wenn du aufgeregt oder gestresst bist. Auch dann laufen deine Organe im Maximalbetrieb, allen voran wahrscheinlich dein Herz und deine Lunge. Das mag zwar eine Fehlreaktion sein. Der Organismus muss sich aber trotzdem davor schützen, heiß zulaufen.

Nutzt mir der Prozess sogar was?

Diese Frage können wir mit einem klaren Ja beantworten. Neben der Kühlung hat das Schwitzen noch drei weitere wichtige Funktionen.

  1. Du regulierst deinen Mineralstoffhaushalt. Den ganzen Tag über nimmst du Salz zu dir. Das ist auch wichtig für deinen Organismus. Aber wie immer gibt es auch hier ein Zuviel. Mit deinem Schweiß kannst du dieses überflüssige Salz ausscheiden. Aber nicht nur das befördert der Organismus nach draußen. Auch jede Menge andere schädliche Stoffe werden ausgeschieden. Das nennt man übrigens Entschlacken. Du erreichst damit auch eine Senkung der Blutfettwerte und eine Linderung von Verdauungsproblemen.
  2. Neben dieser Entgiftung ist die Körperflüssigkeit auch noch gut für die Stärkung des Immunsystems. Denn in diesem Sekret befinden sich bestimmte Immunglobuline, die schädliche Keime auf der Haut bekämpfen.
  3. Das Sekret der Schweißdrüsen erzeugt auf der Haut ein saures Milieu. Und sauer ist in diesem Fall ziemlich gut. Denn so wird das Wachstum von schädlichen Mikroben gehemmt.

Und wie ist das jetzt mit dem Gestank

Jetzt haben wir dir ausführlich erklärt, warum Schwitzen gut ist. Aber stinkt Schweiß nicht fürchterlich? Da können wir dich beruhigen. Nicht, solange er frisch ist. Ansonsten würde es in der Sauna fürchterlich stinken. Er riecht nur unangenehm, wenn er alt ist. Das betrifft die Zeitgenossen, die sich nur selten waschen. Unter den Achseln kann das Sekret allerdings auch bei allen anderen beginnen, übel zu riechen. Denn hier sammelt sich über den Tag viel Flüssigkeit. Dagegen hilft aber bekanntermaßen ein gutes Deo.

Du siehst also: Schwitzen ist gesund. Ein guter Grund, wieder einmal in die Sauna zu gehen. Schließlich kannst du so unter anderem dein Immunsystem auf Trab bringen. Und wunderbar entspannend ist so ein Besuch obendrein.

 

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