Sauna Ratgeber

Rasieren vor dem Sauna-Besuch

Frisch rasiert in die Sauna? An sich ja eine gute Idee... wenn da bloß dieses fiese Brennen nicht wäre. 

Intimrasur: Muss oder NoGo?
Rasieren vor dem Sauna Besuch

Richtig rasieren vor dem Saunabesuch

Rasieren vor dem Sauna-Besuch. In der Sauna sind wir alle nackt. Und auch im Adamskostüm will jeder so gut wie möglich aussehen. Für viele gehört eine Rasur mit dazu. Schließlich zeichnen uns die Modezeitschriften das Bild von glatten Körpern vor. Das kann im Bad aber unter Umständen ganz schön Brennen. Und wie fühlt es sich eigentlich an, mit frisch rasierten Beinen zu schwitzen? All diesen Fragen sind wir für euch nachgegangen und haben die Antworten zusammengetragen.

Intimrasur: Muss oder NoGo?

Beginnen wir direkt mit einem äußerst heiklen Thema: der Intimrasur. An ihr scheiden sich die Geister, nicht nur, wenn es um das Saunabaden geht. Vor allem Frauen wird oft vorgeworfen, dass sie so wie kleine Mädchen aussehen. Und weil in der Sauna alle blank ziehen, blicken auch alle auf die nackten Tatsachen. Klar ist, ob die Haare nun da sind oder nicht, spielt gesundheitlich keine Rolle.

Weil Menschen im 21. Jahrhundert ziemlich reinlich sind, müssen die Haare kaum Bakterien abhalten – auch in der Saunaanlage nicht. Wie ihr dazu steht, müsst ihr selber wissen – es ist schließlich eine reine Geschmackssache. Den einzigen Rat, den wir euch mit auf den Weg geben können, lautet: Lasst auch die anderen so sein, wie sie wollen.

Weniger Haare der Hygiene zuliebe

Liebe Herren der Schöpfung, jetzt seid ihr angesprochen. Es geht um Haare auf der Brust und vor allem die auf dem Rücken. Je länger sie sind, desto mehr Bakterien setzen sich in ihnen fest. Und wenn ihr euch doch einmal an die Holzbank lehnt, verteilt ihr die Bakterien großzügig im ganzen Raum. Und nicht nur da. Ihr tragt sie mit euch durch die gesamte Anlage. Nach Hause nehmt ihr die Bakterien übrigens auch mit. Oder seid ihr in der Lage, euren Rücken alleine ordentlich zu waschen? Je kürzer die Haare sind, desto weniger Bakterien können sich auch darin festsetzen.

Also tut euch und euren Mitmenschen den Gefallen und stutzt die Haare. Das geht nur sehr schwierig alleine, das wissen wir auch. Bittet einfach einen Lieben Freund oder eure Frau, euch zu helfen.

Schweiß alleine macht nichts aus

Bei der ganzen Rasiererei können sich leicht Wunden oder Rasierbrand bilden. Egal, ob nun die Beine, die Brust oder der Rücken behandelt worden sind. Viele Menschen befürchten, dass diese Verletzungen in der Hitze brennen könnten. Schließlich läuft Schweiß in die offenen Wunden. An dieser Stelle können wir Entwarnung geben. Das alleine brennt noch nicht.

Der Schweiß hat sogar eine heilende Wirkung auf die Kratzer. Wie das genau funktioniert, liest du in diesem Artikel. Auch Pickeln kann die körpereigene Flüssigkeit nichts anhaben. Ihr braucht euch auch nicht davor zu fürchten, dass sich die kleinen Schnittverletzungen entzünden.

Dann brennt es besonders

Aber, das wollen wir gar nicht verhehlen, es gibt auch Bereiche im Bad, in denen es schmerzt. Schließlich bietet eine Saunaanlage, die etwas auf sich hält, ihren Gästen Solebecken an. Diese Sole ist nichts anderes als Salz. Gelangt dieses in die offenen Wunden, brennt es. Das gilt auch für Verletzungen, die so klein sind, dass du sie gar nicht siehst. Spätestens wenn du in das Sole-Becken steigst, weißt du, wo sie sind. Es hilft auch nichts, den Schmerz auszuhalten und zu hoffen, dass er von alleine aufhört. Der Körper gewöhnt sich nicht daran.

Eine Regel wirst du dir sicher schon denken können: Je höher der Salzgehalt, desto größer sind auch die Schmerzen. Wenn du dich im Whirlpool wohlgefühlt hast, heißt das nicht, dass es dir im Floating-Becken genauso geht. Probier also stets aus, was dir gut tut.

Salz lauert überall

Die Sole-Becken sind aber nicht die einzigen Salz-Quellen in einer Sauna-Anlage. Wenn du sehr sensibel bist solltest du auch in einem normalen Pool Vorsicht walten lassen. Dort könnte sich Salz abgelagert haben, dass andere Badegäste dort hineingebracht haben. Auch das kann ein leichtes Brennen verursachen. Einige Bäder bieten ihren Gästen Saunen an, in denen Sole vernebelt wird. Auch die solltest du direkt nach dem Rasieren meiden. Die Sole setzt sich auf der Haut ab – und du ahnst es: Es wird brennen.

Vorsicht vor dem Salzpeeling

Am Aufguss mit Salzpeeling kannst du jedoch ohne Bedenken teilnehmen. Du musst beim Einreiben allerdings aufpassen: Spare die Bereiche aus, die du mit dem Rasierer bearbeitet hast. Sei anschließend auch vorsichtig mit deinen Händen, denn sie sind nun wohl sehr salzig. Aber der Aufguss selbst wird dir nicht schaden. Die Luft, die der Bademeister vernebelt, enthält nur sehr wenig Salz. Du wirst also keine Probleme mit schmerzenden Wunden oder Pickeln haben. Hinterher solltest du dich sorgfältig abduschen.

Bloß keine kleinen Wunden

Wir haben es jetzt wie eine Gebetsmühle wiederholt: Nach der Rasur kann es unter Umständen brennen. Weiter unten verraten wir dir, wie du trotz Rasur ein schmerzfreies Sauna- und Badeerlebnis haben kannst. An dieser Stelle nur so viel: Passe auf, dass du dich nicht verletzt. Sicher, das ist eine Binsenweisheit. Du solltest sie aber beherzige. Benutze vor dem Saunieren einen hochwertigen Rasierer. Denn wenn du das alte Ding mit den stumpfen Klingen nimmst, kann es sein, dass deine Haut aufreißt. Und leider gilt hier die Regel: Je billiger der Rasierer, desto schneller werden Klingen stumpf. Das Geld sollte dir ein schmerzfreier Erholungstag wert sein.

Kleine Flächen, kleiner Stress

Du brauchst aber nicht in jedem Fall zu Angst haben. Wenn du nur eine kleine Fläche rasierst, brennt es selten. Das gilt für den Bart genauso wie für die Bikinirasur und die Achseln. Zum einen, weil diese Areale an sich sehr klein sind. Sie bieten dem salzhaltigen Wasser nur wenig Angriffsfläche. Zum anderen ist auch das Risiko geringer, dass du dir Schnittverletzungen zufügst. Eine Ausnahme bildet unter Umständen der Bart. Hier ist die richtige Pflege der Schlüssel zur schmerzfreien Entspannung. Wie du das genau machst, verraten wir dir weiter unten.

Autsch, der Rasurbrand

Der Rasurbrand ist eine fiese schmerzhafte Entzündung. Du erkennst ihn ganz leicht: Wenn du nach der Nassrasur eine Art Ausschlag bemerkst, hat er wohl zugeschlagen. Er tritt meiste an der kompletten rasierten Stelle auf. Das heißt, nach einer Brust und Bauchrasur bei Männern ist er besonders unangenehm. Die Sache kann dir deinen Saunabesuch ganz schön verleiden. Zumal die betroffenen Stellen meist schon bei bloßem Kontakt mit Wasser brennen – und den wirst du wohl kaum vermeiden können. Um dir den Spaß zu vermiesen, müssen aber nicht mal große Areale betroffen sein. Auch nach einer Bikinirasur kann die Sache den Tag im Bad zur Qual werden lassen.

Ist der Ausschlag erst einmal ausgebrochen, kannst du nicht mehr viel tun. Feuchtigkeitscreme verschafft ein wenig Linderung. Benutze aber eine ohne Duftstoffe. Ansonsten wird aus dem Therapieversuch schnell ein schmerzhaftes Erlebnis. Und hier noch eine Warnung an die Herren der Schöpfung: Lasst die Finger von herkömmlichen Aftershave. Es enthält Alkohol und die Anwendung wäre mehr als unangenehm. Greift lieber zu sensitiven Produkten, die nur wenige Zusatzstoffe enthalten. Ansonsten hilft nur Warten. Normalerweise sollten die Pusteln nach wenigen Tagen verschwunden sein – aber bitte nicht kratzen, sonst blutet es. An sichtbaren Stellen können die Pickelchen mit MakeUp abgedeckt werden.

So rasierst du richtig

Du hast dich also dazu entschieden, dich vor dem nächsten Saunabesuch zu rasieren. Falls du dafür einen Nassrasierer benutzten willst, solltest du drei Regeln beherzigen.

Die wichtigste hatten wir ja schon angesprochen: Benutze immer einen Rasierer mit scharfen Klingen. Es mag paradox klingen. Aber je stumpfer die Klingen sind, desto höher ist das Verletzungsrisiko. Das liegt an sehr feinen Rissen, die mit der Zeit entstehen. Sie sind mit dem Auge nicht wahrnehmbar, können deiner Haut aber Verletzungen zufügen. Außerdem musst du mit stumpfen Klingen weit mehr Druck ausüben. Das Resultat können schmerzhafte Entzündungen sein. Zu Hautirritationen wird es in jedem Fall kommen. Und noch ein Wort zum Thema Klingen: Achte auf möglichst hochwertige Produkte, dann ist die Rasur auch schonend. An dieser Stelle hält die Werbung, was sie verspricht.

Rasierschaum für die empfindliche Haut

Außerdem solltest du dringend Rasierschaum benutzen. Er ist keine unnütze Erfindung der Kosmetikindustrie, die nur an dein Geld will. Der Schaum bildet einen Schutzfilm auf deiner Haut, der die Klingen geschmeidig gleiten lässt. Außerdem siehst du, wo du schon rasiert hast. Zudem versorgt der Schaum deine Haut mit Feuchtigkeit, noch während du rasierst. Viele werden jetzt sicher denken: Das gleiche Ergebnis erhalte ich doch auch mit meinem Duschgel. Ja und nein. Im Notfall ist das schon OK, immerhin hat es ähnliche Eigenschaften. Aber es ist eben nicht speziell für diesen Zweck produziert worden – und hat insofern auch nicht dieselben, positiven Eigenschaften.

Und zu guter Letzt: Nimm dir Zeit. Wenn du in Eile bist, passieren schnell Fehler. Du rutscht vielleicht ab und reißt sogar tiefe Wunden. Vor allem bei der Beinrasur spritzt oft Blut. Das liegt zum einen daran, dass einige Stellen nur schwer zu erreichen sind. Ein Grund ist aber auch, dass viele schnell fertig werden wollen. Lasse den Rasierer langsam über die Körperstellen gleiten. So wird es gründlicher und du vermeidest lästige Entzündungen und Wunden.

Rasurbrand vorbeugen

Wir hatten ja bereits erwähnt, dass Rasurbrand schnell entsteht. Vor allem dann, wenn du stumpfe Klingen benutzt. Ist er einmal ausgebrochen, lässt sich da wenig machen. Aber es gibt einen kurzen Moment nach dem Rasieren, an dem Pflege-Maßnahmen noch Erfolg haben. Deswegen solltest du dir angewöhnen, gleich danach eine Lotion aufzutragen. Sie beruhigt die behandelten Körperpartien.

Wie immer gilt: Je weniger Zusatzstoffe das Produkt hat, desto besser für dich. Im Handel gibt es spezielle Afershavelotions. Sie haben besonders viele beruhigende und pflegende Inhaltsstoffe. Aber eine Garantie, dass du so den Rasurbrand vermeiden kannst, gibt es nicht – manchmal passiert das einfach. Auch dann, wenn du dich an alle Regeln gehalten hast.

So lange solltest du warten

Aber alle Mühen werden nicht helfen. Nach dem Rasieren kann es in der Sauna brennen. Schuld daran sind mikrofeine Verletzungen oder einfach nur Hautirritationen. Das wirst du vor allem im sehr salzhaltigen Floating-Becken zu spüren bekommen. Die Hitze selbst macht dir nichts aus. Wenn du also einen Tag in der Wellness-Oase planst, solltest du die Rasur am Morgen besser ausfallen lassen. Du wirst dir das selbst danken. Wenn es nicht anders geht, solltest du mindestens sechs Stunden warten, bevor du in die Saunaanlage aufbrichst.

Alternativen zur Nassrasur

Es muss auch nicht immer eine Nassrasur sein. Es gibt zum einen Verfahren, die schonender sind und zum anderen Techniken, deren Wirkung länger vorhält.

Einige Damen schwören zum Beispiel auf Enthaarungscreme. Sie muss den Herstellern zufolge nur einmal pro Woche angewandt werden. Aber Vorsicht: Wende sie nicht unmittelbar vor einem Saunatag an. Auch sie verursacht Hautirritation.

Gleiches gilt für Epilierer und Wachs. Beide Verfahren versprechen lang anhaltende Haarfreiheit – verursachen aber Hautirritationen.

Die kannst du im Prinzip nur mit einem elektrischen Rasierer so ganz vermeiden. Aber du ahnst es, auch das hat einen Nachteil. Er erwischt die Haare nur ab einer gewissen Länge und ganz glatt wird das Ergebnis nie – vor allem an den Beinen und bei Bauch und Brust Rasur.

 

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