Gesundheit

Mit Herzschrittmacher in die Sauna?

Gerade in der Winterzeit zieht es viele Menschen zur Entspannung in die Sauna. Prinzipiell ist der Saunaaufenthalt auch sehr empfehlenswert. Er stärkt das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem. Doch was ist mit Patienten, die bereits an einer Herzerkrankung leiden und einen Herzschrittmacher tragen? Dürfen sie in die Sauna und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Mit Herzschrittmacher in die Sauna
Mit Herzschrittmacher in die Sauna

Mit Herzschrittmacher in die Sauna, geht das?

Mit dem Herzschrittmacher in die Sauna – ist das eine gute Idee? In dieser Hinsicht können Ärzte ihren Patienten Entwarnung geben: Grundsätzlich dürfen auch Patienten, die einen Herzschrittmacher tragen, einen Saunaaufenthalt genießen. Der Herzschrittmacher selbst leidet nicht unter der Hitze. Wer einen Herzinfarkt hatte oder unter Herzschwäche leidet, sollte beim Saunieren aber ein paar Dinge beachten. Das ist wichtig, um das Herz nicht zu überlasten. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein Herz-Kreislauf-Problem haben, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Mit Herzschrittmacher in die Sauna – grundsätzlich nicht verboten

Wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen, dürfen Sie prinzipiell auch die Sauna besuchen. Um Ihr Herz zu schonen, sollten Sie beim Saunieren aber ein paar Richtlinien beachten. Für Menschen, die herzkrank sind, kann die Hitze nämlich eine Kreislaufbelastung darstellen. Deshalb gilt es für Herzpatienten immer, Extreme zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel zu hohe Temperaturen und zu starke Temperaturwechsel.

Bei Herzproblemen maximale Temperatur beachten

Zunächst empfehlen Ärzte Saunafreunden mit Schrittmacher, die Maximaltemperatur beim Saunagang nicht zu hoch zu wählen. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, um jedes Risiko zu vermeiden. Im Idealfall sollte die Temperatur beim Saunaaufenthalt nicht höher als 60 Grad Celsius sein. Noch höhere Temperaturen können bei Menschen mit Herzproblemen eine zu starke Belastung des Herz-Kreislauf-Systems darstellen.

Nach dem Saunieren das Tauchbecken meiden

Des Weiteren ist es ratsam, nach dem Schwitzen nicht das Tauchbecken aufzusuchen. Durch die zu starke Abkühlung könnte das kranke Herz der Betroffenen überfordert werden. Besser ist es laut Herzexperten, den Körper langsam abzukühlen. Das klappt am besten in einem Becken mit einer Wassertemperatur von 20 bis 25 Grad Celsius.

Auf den eigenen Körper hören

Im Allgemeinen gilt: Herzpatienten sollten beim Saunaaufenthalt immer auf die Signale ihres Körpers hören. Kommt es im Verlauf zu Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder anderen Problemen mit dem Kreislauf, muss der Aufenthalt beendet werden. Bei derartigen Beschwerden ruhen Sie sich am besten in einer gut temperierten Umgebung aus. Legen Sie die Beine hoch und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Sollten die Probleme länger anhalten, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

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Worauf Patienten mit anderen Herzerkrankungen achten sollten

Vorsicht gilt nicht nur bei Patienten mit Herzschwäche und Herzbeschwerden, die einen Schrittmacher erfordern. Auch bei anderen Herz-Kreislauf-Problemen sollten Patienten beim Saunieren einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. So dürfen etwa auch Patienten nach einem Schlaganfall nicht bei über 60 Grad Celsius schwitzen. Dies gilt auch für Aufgüsse. Fragen Sie am besten den Saunameister, welche Temperaturen bei den unterschiedlichen Aufgüssen erzielt werden. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber darauf verzichten. Eiskaltes Wasser sollte ebenfalls vermieden werden.

Zudem gilt bei Herzschwäche und vielen anderen Herzerkrankungen: Schwitzen Sie lieber im Sitzen. Dann kann der Rückfluss des Blutes zum Herz am besten reguliert werden. Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, ist das ebenfalls kein Hinderungsgrund für einen Saunabesuch. Auch dann sollten Sie sich aber an die Höchsttemperatur von 60 Grad Celsius halten. Kühlen Sie Ihren Körper jedoch unbedingt langsam ab. Wichtig ist außerdem, dass Sie höchstens zehn Minuten in der Hitze bleiben.

Fazit

Alles in allem ist es für herzkranke Menschen grundsätzlich möglich, bei einem Saunabesuch zu entspannen. Das gilt auch für Personen mit Schrittmacher. Dieser wird durch die Hitze und die Feuchtigkeit nicht in seiner Funktionsweise beeinträchtigt. Allerdings müssen Sie ein paar Vorsichtsmaßnahmen einhalten, um Ihr Herz und Ihren Kreislauf zu schonen. Wichtig ist insbesondere, dass Sie Extreme wie zu viel Hitze und zu starke Temperaturschwankungen vermeiden. Dann steht einem entspannenden und wohltuenden Saunaaufenthalt nichts im Weg.

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