Kann Sauna krank machen?

Was für eine Frage. Schließlich wissen wir doch alle, dass das heiße Vergnügen sehr gesund ist. Immerhin reguliert der Wechsel zwischen Hitze und Kälte den Blutdruck, das Immunsystem wird gestärkt, Venenleiden gelindert und sogar die Kondition verbessert sich durch regelmäßiges Schwitzen. Das stimmt auch alles.
Sauna: Gesundheitsvorteile, Häufigkeit und mögliche Risiken
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Die Risiken des Saunierens: Kann die Sauna wirklich krank machen?

  • Übermäßiger Gebrauch: Zu häufiges oder zu langes Saunieren kann zu Dehydrierung und einem Elektrolytungleichgewicht führen.
  • Vorerkrankungen: Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten vor dem Saunieren einen Arzt konsultieren.
  • Unhygienische Bedingungen: In unsachgemäß gewarteten Saunen können Bakterien und Keime wachsen, die Krankheiten verursachen können.

Sind Saunen gut für Ihre Gesundheit oder können sie schädlich sein?

Kann Sauna krank machen? Trotzdem kann das eigentlich gesunde Vergnügen dem Körper schaden. Als Fan müssen Sie sich auch mit diesem Phänomen auseinandersetzen. Wir wollen es Ihnen leicht machen und haben viele wissenswerte Fakten zusammengetragen. Aber eine gute Nachricht wollen wir Ihnen verraten, bevor es losgeht: Es gibt nicht viele Fälle, in denen ein Saunagang schadet.

Vorteile des Saunierens für gesunde Menschen

Wenn Sie gesund sind, dürfen Sie nach Herzenslust schwitzen. Dabei gibt es nur eine wichtige Regel zu beachten: Trinken Sie stets genug. Schließlich verlieren Sie ziemlich viel Flüssigkeit und die muss wieder nachgefüllt werden. Wenn Sie das beherzigen, brauchen Sie sich nicht zu sorgen, dass Sie zu oft in die Sauna gehen. Selbst, wenn Sie die wohlige Wärme täglich genießen, schadet das Ihrem Körper nicht. Das haben mittlerweile viele Studien gezeigt.

Wie oft sollten Sie die Sauna besuchen?

Es hilft aber auch nichts, sich täglich in die Hitze zu setzen. Sie sollten das zwar regelmäßig machen, aber übertreiben müssen Sie es aus gesundheitlichen Gesichtspunkten nicht. Einmal in der Woche reicht Schwitzen vollkommen aus. Wenn Sie häufiger gehen, sollten Sie die Zahl Ihrer Saunagänge anpassen, um das gesundheitliche Optimum aus dem Vergnügen herauszuholen.

Wer einmal in der Woche sauniert, sollte drei Gänge zu jeweils 15 Minuten machen. Wer zweimal geht, reduziert die Anzahl der Saunagänge auf zwei und wer dreimal pro Woche schwitzt, setzt sich nur einmal auf die Bank. Wenn Sie sogar täglich saunieren, sollten Sie stets nur einen Gang machen. Mehr könnte den Organismus tatsächlich überfordern, aber solange es Ihnen gut geht, ist erlaubt, was gefällt.

Mögliche Risiken und Vorsichtsmaßnahmen beim Saunieren

So weit die guten Nachrichten. Das Vergnügen in der Hitze kann aber auch in einigen Fällen gefährlich werden.

Zum Beispiel dann, wenn Sie vorhaben, ins Solarium zu gehen. Hier sind Sie über eine ziemlich lange Zeit der Hitze ausgesetzt. Deswegen sollten Sie nie nach dem Saunieren auf die Sonnenbank, das könnte Ihrem Kreislauf schaden. Wenn Sie sich aber erst sonnen und dann schwitzen, gibt es kein Problem.

Auch Autofahrer sollten Vorsicht walten lassen. Zwar liegen viele Bäder eher im ländlichen Raum, trotzdem sollten Sie sich nach den entspannten Stunden lieber nicht ans Steuer setzen. Studien legen nahe, dass das Unfallrisiko steigt. Schließlich sind Sie tiefenentspannt und nicht mehr wirklich aufmerksam.

Wenn Sie gerade eine strenge Diät einhalten, sollten Sie ebenfalls auf das Saunabad verzichten. Es stimmt zwar, dass die Hitze die Fettverbrennung ankurbelt. Das gesunde Vergnügen strengt Ihren Körper aber auch an. Deswegen sollten Sie mindestens 1000 Kalorien regelmäßig zu sich nehmen. Sonst wäre die Belastung für Ihren Organismus schlicht zu groß.

Ihren Arzt fragen sollten Diabetiker, schwangere Frauen, Patienten mit Bluthochdruck, Senioren und Kinder. Sie profitieren zwar grundsätzlich von einem Saunabad. Trotzdem kann es Fälle geben, in denen die Belastung zu hoch wäre.

Im Zweifelsfall ist ein Gang in die Infrarot-Kabine ratsamer. Hier wird nicht die Luft erwärmt, sondern der Körper mittels spezieller Lampen. Das Verfahren ist insgesamt schonender als ein Gang in die herkömmliche Schwitzstube. Sogar Herzpatienten können so unter Umständen die wohlige Wärme genießen, wenn der Arzt grünes Licht gibt.

Absolut tabu ist das Schwitzbad für Menschen, die an akuten Krankheiten leiden, vor allem Entzündungen, Störungen des vegetativen Nervensystems, Leber- und Nierenleiden, Grippe, starken Erkältungen oder ausgeprägten Venenleiden. Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, müssen Sie leider warten, bis die Krankheit vollständig abgeklungen ist oder der Arzt sein OK gegeben hat.

Fazit

Die Sauna bietet eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen und ist bei richtiger Anwendung eine wohltuende und entspannende Erfahrung. Die meisten Menschen können die Sauna ohne Bedenken nutzen, sofern sie keine gesundheitlichen Probleme haben. Allerdings sollten individuelle Faktoren wie Herz-Kreislauf-Gesundheit und Hygiene berücksichtigt werden. Insbesondere bei bestehenden Gesundheitsproblemen ist es ratsam, vor dem Saunabesuch einen Arzt zu konsultieren. Durch eine verantwortungsvolle Nutzung und Achtsamkeit können mögliche Risiken minimiert werden, und die Sauna kann weiterhin als gesunde Ergänzung zu einem ausgewogenen Lebensstil genossen werden.

 

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