Gesundheit

Sauna bei Schilddrüsenerkrankung

Darf man bei einer Schilddrüsenerkrankung in die Sauna gehen? Das ist möglich, sofern man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet. Hier erfahren Sie, wann ein Saunabesuch angeraten ist und wann lieber nicht.

Kann ich in die Sauna trotz Schilddrüsenerkrankung?

Kann ich in die Sauna trotz Schilddrüsenerkrankung?

Viele scheuen sich, mit einer Schilddrüsenerkrankung (Hypothyreose) in die Sauna zu gehen. Dabei muss sich das keineswegs gegenseitig ausschließen. Die Sauna kann sogar höchst positive Auswirkungen auf den Organismus der Patienten haben.

Schilddrüse und Stoffwechsel hängen zusammen

Schilddrüsenerkrankungen hängen direkt mit Stoffwechsel und Kreislauf zusammen. Um den Kreislauf nicht zu überfordern, gilt es, einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

   

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse nicht genügend Schilddrüsenhormone. Der Stoffwechsel ist verlangsamt, das Herz schlägt langsamer. Viele leiden unter einem niedrigen Blutdruck. Allzu intensives Saunabaden könnte zu einem Kreislaufkollaps führen.

Bei der Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse dagegen zu viel Hormone. Das Herz schlägt stärker, Blutdruck und Puls sind tendenziell zu hoch. Wer solche Symptome verspürt, sollte vor dem ersten Saunabesuch unbedingt einen Arzt zurate ziehen. Bei einer nicht richtig eingestellten Schilddrüsenüberfunktion ist ein Saunabesuch zu belastend für den Körper.

   

Was aber, wenn ich trotz meiner Schilddrüsenerkrankung nicht auf meine Saunabesuche verzichten möchte? Was gilt es zu beachten? Und welche positiven Auswirkungen auf die Gesundheit kann ich mir erwarten?

   

Mehr Wohlbefinden bei Schilddrüsenerkrankungen

Die Beschwerden einer Schilddrüsenerkrankung können im ersten Moment sehr unangenehm sein. In der Akutphase würden Saunabesuche den Kreislauf zu sehr belasten. Normalerweise lassen sich Erkrankungen der Schilddrüse aber gut behandeln. Oft genügt es, die fehlenden Hormone einzunehmen, damit der Stoffwechsel wieder richtig funktioniert. Wichtig ist, dass die Betroffenen die ärztlich verordneten Hormonpräparate ordnungsgemäß einnehmen. Auch müssen die Schilddrüsenwerte regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden. Wenn sich der Patient wieder wohlfühlt, steht dem Saunabaden nichts im Weg. Die Sauna kann das Wohlbefinden sogar erheblich steigern …

Schilddrüsenkranke klagen überdurchschnittlich häufig über häufiges Frieren. Das Frieren ist auf die verringerte Körpertemperatur zurückzuführen. Viele wünschen sich nichts sehnlicher, als nicht mehr ständig frieren zu müssen. Durch regelmäßige Saunagänge kann die Körpergrundtemperatur langfristig erhöht werden. Das bedeutet für viele Betroffene einen enormen Zugewinn an Wohlbefinden und Lebensqualität. Kühlen Sie sich auf jeden Fall zwischen den Saunagängen ordentlich ab. Auf diese Weise wird die Temperaturregulierung im Körper angeregt.

   

Entspannung und Entgiftung

Wir benötigen einen funktionierenden Stoffwechsel, um Giftstoffe aus unserem Körper zu befördern. Unter anderem geschieht dieses Entgiften durch Schwitzen. Das Problem: Schilddrüsenkranke schwitzen viel weniger als gesunde Menschen. Das liegt am verminderten Stoffwechsel. Saunabaden fördert das Schwitzen und somit die Entgiftung. Dadurch wirkt es Entzündungsreaktionen entgegen. Daher kann das Saunieren wohltuend für den gestressten Körper von Schilddrüsenkranken sein.

Regelmäßige Saunagänge bringen auch positive Effekte bei Nebennierenschwäche. Schilddrüsenerkrankungen gehen häufig mit geschwächten Nebennieren einher. Als Nebenniere werden die kleinen Organe bezeichnet, die Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol produzieren. Stehen wir unter Dauerstress, ist der Cortisolspiegel erhöht – zumindest in den ersten Stadien dieser eher unbekannten Erkrankung. Das heißt, der Körper steht unter Dauerstress. Saunabaden kann helfen, den Cortisolspiegel zu senken. Denn die Hitze wirkt entspannend auf den Körper. Diese Entspannung beruhigt den Körper und senkt somit indirekt den Cortisolspiegel.

Fazit

Wer sich wohlfühlt und keine Beschwerden hat, darf auch bei einer Schilddrüsenerkrankung in die Sauna gehen. Voraussetzung sollte immer eine richtig eingestellte und regelmäßig kontrollierte Behandlung mit Schilddrüsenhormonen sein. Das normalisiert den Stoffwechsel. Trotz alledem kann der Saunagang belastend für den Kreislauf sein. Nehmen Sie im Zweifel beim ersten Saunabesuch lieber einen Freund oder eine Freundin mit. Überfordern Sie Ihren Körper nicht. Bleiben Sie nicht länger als 8-15 Minuten pro Saunagang in der Saunakabine.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht für alle Abnehmwilligen: Bei Schilddrüsenunterfunktion neigt man dazu, an Gewicht zuzulegen. Abnehmen fällt leichter, wenn Sie regelmäßig einen Saunagang einplanen …

 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von Saunazeit Magazin können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

 

   
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*Letzte Aktualisierung am 27.05.2020 um 14:13 Uhr / Affiliate Links / Bilder & Texte von der Amazon Product Advertising API. Preise ohne Gewähr.

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