Wissenswertes

Tattoo und Saunabesuch

Die Sauna ist ein heißer und feuchter Ort und deshalb für offene Wunden sehr gefährlich. Das solltet ihr nach dem Stechen unbedingt beachten, damit euer Tattoo keinen Schaden nimmt.

Tattoo und Saunabesuch - Wann darf ich wieder in die Sauna
Tattoo und Saunabesuch - Wann darf ich wieder in die Sauna

Frisches Tattoo – Wann darf ich danach wieder in die Sauna?

Tattoo und Saunabesuch. Tattoos sind schon lange aus der Schmuddelecke verschwunden. Im 21. Jahrhundert zieren sie Körper von Ärzten, Beamten und ganz normalen Angestellten. Und alle wollen ihren schönen Körperschmuck auch zeigen. Da bietet sich ein Besuch in der Sauna oder Dampfbad an. Schließlich sind dort in Deutschland alle nackt und präsentieren stolz ihre Körper. Viele sorgen sich aber, dass die Hitze den kunstvollen Zeichnungen nicht sonderlich gut bekommt. Können sie vielleicht sogar vom Schweiß weggewaschen werden? Diese Fragen versuchen wir in den folgenden Zeilen zu klären. Wir sagen euch auch, was ihr beachten müsst, wenn euer Tattoo noch neu ist – und wann ihr wieder dem gesunden Schwitzen frönen dürft.

Was passiert mit meinem Tattoo beim Saunabesuch?

Eine Sorge können wir euch gleich nehmen: Der Schweiß kann der Farbe nichts anhaben. Schließlich befindet sie sich in den tiefen Hautschichten und kann nicht weggewaschen werden. Die warme Luft bleicht den Körperschmuck auch nicht aus, genauso wenig wie Chlorwasser oder Sole. Wenn ihr also schon lange ein Tattoo habt, steht einem ausgedehnten Tag im Bad nichts im Wege. Ihr solltet aber eine fettende Bodylotion bei euch haben. Denn gerade das viele Wasser trocknet die Haut aus. Und das kann der Farbe dann doch schaden. Wenn ihr euch aber nach dem Baden eincremt, kann nichts passieren. Im Sommer solltet ihr daran denken, dass auch im Außenbereich der Sauna die Sonne scheint. Die UV-Strahlen sind durchaus in der Lage, die Farbe blass werden zu lassen. Also schützt eure Verzierungen mit einer Sonnencreme und setzt euer Tattoo nicht zu lange dem direkten Sonnenlicht aus. Auch auf die Sonnenbank solltet ihr euch nicht allzu lange legen – aber das habt ihr wahrscheinlich schon gehört, oder?

 

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Ein Tattoo ist immer eine offene Wunde

Anders sieht es allerdings mit einem frischen Tattoo aus. Jeder der vielen kleinen Nadelstiche hat auch eine Hautverletzung verursacht. Jede der offenen Wunden birgt eine Gefahr für Infektionen. Die liegt zwar noch nicht am Schweiß an sich. Den produziert dein Körper selbst und er ist damit keine Gefahr. Aber in der Sauna schwirren immer viele kleine Mikropartikel umher, die sich auch auf der Haut festsetzen. Der flüssige Schweiß spült diese Partikelchen in die Wunden – und damit auch Keime und Bakterien. Das Ergebnis sind schwere Entzündungen, die deinem Tattoo schaden können und schmerzen. Außerdem besteht bei einem frischen Tattoo tatsächlich das Risiko, dass es verblasst. Die Farbe ist noch nicht soweit in die Haut eingedrungen und kann beim Saunabesuch herausgespült werden. Auch die Hitze an sich ist gefährlich. Sie kann die Tinte angreifen.

Abheildauer von 2 – 4 Wochen beachten

Gute Gründe also, die Abheildauer zu beachten. Genauso wie Schwimmen ist der Saunabesuch strikt verboten, solange dein Tattoo frisch gestochen ist. Wie lange die Heildauer ist, weiß dein Tätowierer. Sage ihm, dass du planst in die Sauna zu gehen. Er kann dir sagen, wie lange du ungefähr warten musst. Achte aber darauf, dass auch diese Aussage nur ein Richtwert sein kann. Jeder Körper ist individuell. Begutachte das Kunstwerk, bevor du die wohlige Wärme genießt. Ist die Haut wirklich nicht mehr angeschwollen? Teste auch, ob die Stelle bei Kontakt mit salzigem Wasser noch brennt. Ist das der Fall, gibt es noch einige offene Wunden und du musst leider noch ein paar Tage warten.

 

Damit Ihr den nächsten Saunabesuch bald wieder voll genießen könnt, haben wir euch einige wertvolle Pflegetipps zusammengestellt.
  • Tattoo Künstler möchten, dass Ihr Tattoo perfekt abheilt und keine Narben hinterlässt. Deshalb sollten Sie die Ratschläge zur Heilung und Pflege Ihres Tattoos  von Ihrem Tätowierer annehmen. Denn er ist der Profi und hat Erfahrungen, was das Beste für Dein Tattoo ist.
  • Entfernen Sie am Tag nach der Tätowierung Ihren Verband. Waschen Sie die Stelle mithilfe einer neutralen pH-Seife (antibakteriell) und lauwarmem Wasser ab. Zum Abtrocknen verwenden Sie ein frisches Handtuch oder ein sauberes Papiertuch. Wichtig ist jedoch, dass alles was Sie mit dem Tattoo in Kontakt bringen, sauber sein muss. Das gilt auch für Kleidung und Bettwäsche. Achten Sie dabei auch darauf, dass Haare von Tieren wie Katzen und Hunde nicht das Tattoo berühren. Tiere tragen Keime mit sich und können ein Infektionsfaktor sein, wenn Sie nicht aufpassen.
  • In den ersten paar Tagen wird Ihre Tätowierung eine Flüssigkeit bilden. Diese kann in der Regel klar oder farbig sein, wie Ihr gestochenes Tattoo. Aber machen Sie sich keine Sorgen, das ist am Anfang ganz normal. Der Körper weist dadurch die überschüssige Tinte zurück.
  • Auf dem Markt bekommen Sie spezielle Tattoo Salben, diese tragen Sie nach dem Waschen auf Ihre gestochene Haut auf. Bei der Heilung ist es wichtig, dass Tattoo immer leicht feucht zu halten. Bei trockener Haut könnte die Tätowierung schlechter heilen und auch die Qualität der Arbeit wird beeinträchtigt. Deshalb sollten Sie immer eine heilende Creme in einer dünnen Schicht auf die Tätowierung auftragen.
  • Wenn Sie das frische Tattoo berühren, waschen Sie vorher gründlich Ihre Hände. Gleiches gilt auch vor dem Auftragen der Creme oder Salbe.
  • Wenn die Hautstelle juckt, dann sollten Sie nicht daran kratzen. Juckende Haut und Verkrustungen sind ein Teil des normalen Heilungsprozesses. Es ist sogar sehr wichtig, dass sich die abgestorbene Haut des Tattoos ablöst.
  • Beachten Sie die Abheildauer und vermeiden Sie Saunagänge, Schwimmbäder, Meerwasser und Sonnenstudios. Natürlich können Sie duschen, aber vermeiden Sie den direkten Wasserstrahl auf Ihr Tattoo. Vermeiden Sie auch das Abrubbeln, Rasieren oder auch Wachsen der Hautstelle, bis diese vollständig abgeheilt ist.
  • Ein Tattoo ist immer eine offene Wunde, deshalb sollten Sie auch auf Krafttraining und Fitnessbesuche verzichten. Durch den Körperschweiß könnte die Heilung erschwert werden.
  • Vermeiden Sie direkte Sonnenbestrahlungen bei frischen Tattoos. Die UV-Strahlen können die Intensität der Farben reduzieren und das gestochene Bild verschlechtern. Das ultraviolette Licht der Sonne greift die Haut an und das Tattoo verliert an Intensität der Farbe. Im schlimmsten Fall kann es auch verwischen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sich nach der Narbenbildung und auch danach immer mit einem Sonnenschutz eincremen.
  • Je nach Größe, Hautstelle und Hauttyp dauert die Abheilung zwischen 2 und 3 Wochen. Ein einfacher Schriftzug heilt schneller als ein großes Farbtattoo auf dem Rücken.
  • Sobald das Tattoo vollständig abgeheilt ist, müssen Sie es weiterhin mit Feuchtigkeit versorgen. Verwenden Sie täglich eine Milch oder Körperbuttercreme, um die Elastizität der Haut zu behalten.
  • Wenn Sie auf der Haut Rötungen, starken Geruch oder Eiter entdecken, informieren Sie sofort Ihren Tätowierer oder gehen Sie gleich zu einem Arzt oder Dermatologen. Aber in der Regel kommt es sehr selten vor, dass eine allergische Reaktion der Tinte oder der Creme hervorgerufen wird.
  • Damit Sie lange Freude an ihrem Tattoo haben, verwenden Sie nach der Hautregeneration immer regelmäßig eine Feuchtigkeitscreme um das Austrocknen der Haut zu verhindern.
Auch interessant: Sauna gegen Pickel und Akne – Wie kann mir die Sauna dabei helfen?

 

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Tattoo-Entfernung mit Laser

Tattoos sind in, deswegen haben sich viele eines Stechen lassen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, da stört der Körperschmuck. Egal ob einfach das Motiv aus der Mode gekommen ist oder der Name der Ex-Freundin verschwinden soll: Manchmal muss die Zeichnung einfach weg. Wir erklären Ihnen, wie die Jugendsünde wieder unsichtbar wird und verraten Ihnen alles Wissenswerte zu diesem Thema.

Welche Methoden gibt es zum Entfernen von Tattoos?

Der Königsweg in Sachen Tattooentfernung ist immer noch das Weglasern. Mittels Laserstrahlen werden die Farbpigmente zertrümmert. Dann wird das Immunsystem aktiv. Es transportiert die winzigen Partikel ab und die Zeichnung wird unsichtbar. Das funktioniert nicht sofort. Je nach Größe der Zeichnung sind mehrere Sitzungen nötig. Wie viele genau, erklären wir weiter unten in diesem Artikel. Mit dem Laser kann jede Art von Tätowierung entfernt werden und es bilden sich so gut wie keine Narben.

Daneben gibt es noch die Möglichkeit, die Tätowierung mit Milchsäure zu entfernen. Dazu wird die Haut mit einem speziellen Gerät geöffnet und Milchsäure-Partikel injiziert. Das löst einen chemischen Prozess aus und der Körper erkennt die Farbe als Fremdkörper. Der Organismus sammelt die Farbe in der Oberfläche der Haut und ein Schorf bildet sich. Er fällt alleine ab. Allerdings ist diese Technik langwierig, weil immer nur sehr kleine Areale behandelt werden können. Außerdem ist es möglich, dass unschöne Narben zurückbleiben. 

Chemische Peeling mit Fruchtsäure

Manche Mediziner bieten auch ein sogenanntes chemisches Peeling an. Hierbei wird die oberste der Hautschichten mithilfe von hochkonzentrierter Fruchtsäure abgetragen. Sind die Pigmente gelöst, können sie mit einem Sandstrahl entfernt werden. Das klingt so schmerzhaft wie es ist. Deswegen kann diese Methode nur unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Außerdem wirkt dieses Verfahren nicht bei jeder Tätowierung.

Ein weiteres Verfahren ist die Diathermie. Sie hat aber viele Risiken, denn hier wird Hitze unter die Haut geleitet. Das sorgt zum einen dafür, dass die Farbpartikel verdampfen. Aber nicht nur. Bei dieser Methode werden stets auch gesunde Hautzellen abgetötet. Das Verfahren wird unter Narkose angewandt und auch die anschließende Wundheilung ist schmerzhaft. 

Sie sehen, außer der Laserbehandlung, hat jedes angebotene Verfahren große Nachteile. Deswegen raten wir dazu, eine Tätowierung weg lasern zu lassen – und beschränken uns in diesem weitgehend Artikel auf diese Methode.

Kosten und Risiken einer Tattooentfernung?

Wer seine Tätowierung professionell entfernen lassen möchte, muss einigermaßen tief in die Tasche greifen. In der Regel sind auch bei kleinen Motiven mehrere Sitzungen notwendig. Ist die Jugendsünde maximal 20 Quadratzentimeter groß, müssen Sie mit 150 Euro pro Sitzung rechnen. Ist die Zeichnung sehr groß, also rund 400 Quadratzentimeter, kostet eine Sitzung rund 600 Euro. Wie oft Sie sich unter den Laser legen müssen, lässt sich schwer sagen. Das hängt maßgeblich davon ab, wie stark die Linien sind und welche Farben verwendet worden sind. Allerdings arbeiten die Laser inzwischen so effektiv, dass die Jugendsünde relativ schnell verschwunden ist. In der Regel müssen Sie mit zwei bis fünf Sitzungen rechnen.

Das Tattoo Weglasern zu lassen, ist nicht ohne Risiko. Es kann zu Irritationen der Haut kommen, die sich in Juckreiz äußern. Schlimmer ist für viele Patienten, dass auch nach Entfernung Spuren der Zeichnung zu sehen sind. Das liegt daran, dass der Laser unter Umständen die braunen Farbpigmente der Haut zerstört. Zurückbleiben weiße Flecken. Im schlimmsten Fall ist die Zeichnung vollständig als weißes Bild zu erkennen. Außerdem kann es geschehen, dass nach der Entfernung Narben sichtbar werden. Die hat wahrscheinlich nicht der Laser verursacht. Sie sind in den meisten Fällen bereits beim Stechen der Tätowierung entstanden und wurden von der Farbe überdeckt.

Schmerzen und Betäubung

Die Tattooentfernung mit dem Laser ist nicht ganz schmerzfrei. Immerhin dringen hochfrequente Lichtstrahlen in die Haut ein. Patienten berichten, dass die Schmerzen in etwa so heftig sind, wie beim Stechen. Es kommt also auf das individuelle Schmerzempfinden an. Wer an dieser Stelle sehr empfindlich ist, kann sich mit einer Creme helfen lassen. In der Apotheke gibt es frei verkäufliche Produkte, die Lidocain enthalten. Der Stoff betäubt die oberste Hautschicht leicht. So wird das Schmerzempfinden zwar nicht vollkommen ausgeschaltet, die Behandlung ist aber erträglicher. Eine lokale Betäubung mit Spritze kommt nur in Ausnahmefällen zum Einsatz. Diese Stoffe stellen eine zu große Beeinträchtigung für den Organismus dar.

 

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Dauer einer Behandlung

Wie bereits erwähnt, ist es schwer, zu diesem Thema eine pauschale Aussage zu treffen. Allerdings hat sich in diesem Bereich viel getan. Zur Tattooentfernung bewerten Mediziner heute den sogenannten Piko-Laser. Der arbeitet sehr effektiv. Kommt er zum Einsatz, müssen Sie mit zwei bis fünf Terminen rechnen. Es können aber auch weit mehr sein. Schließlich hängt der Zeitaufwand enorm von der Beschaffenheit des Tattoos ab. Die Entfernung einer großen, flächigen Zeichnung dauert länger als die eines kleinen Schriftzuges.

Die Dauer wird auch von der Zeit bestimmt, die zwischen den einzelnen Sitzungen vergehen muss. Die Haut braucht nämlich Ruhe. Der Laser zerstört die Farbpigmente. Davon verschwinden sie allerdings noch nicht. Es ist das Immunsystem, das die Farbe aus dem Körper transportiert. Das bedeutet im Klartext: Eine Stelle kann nur alle sechs Wochen behandelt werden. Würde sie zu früh wieder mit den Lichtstrahlen beschossen, würde das nichts bringen. 

Jetzt bleibt noch die Frage, wie lange eine solche Sitzung dauert. Sie ahnen es sicher bereits: Auch auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Der Zeitaufwand richtet sich einmal mehr nach der Größe der Zeichnung. Bei kleinen Schriftzügen ist die Arbeit binnen zehn Minuten getan. Ist der ganze Rücken bemalt, kann eine Sitzung bis zu einer Stunde lang dauern.

Wer darf Tattoos entfernen?

Früher durfte im Prinzip jeder, der einen Gewerbeschein besitzt, Tattooentfernungen anbieten. Vor allem Kosmetiker hatten sich auf dem Markt breit gemacht. Allerdings entstand dadurch eine Situation, die aus fachlicher Sicht unbefriedigend ist. Weil jeder diese Dienstleistung anbieten durfte, gab es keine Kontrolle und auch keine geregelte Ausbildung. Die einen machten ihre Arbeit ganz gut, andere nicht. Die Leidtragenden waren die Patienten, die oft schwere Hautschäden davongetragen haben.

Deswegen hat der Bundesrat im vergangenen Jahr eine tief greifende Änderung beschlossen: Künftig dürfen nur noch Ärzte die Jugendsünden lasern. Mediziner aller Fachrichtungen dürfen diese Dienstleistung in ihren Leistungskatalog aufnehmen. Eine Voraussetzung gibt es allerdings: Die Ärzte müssen nachweisen, dass sie eine entsprechende Qualifikation besitzen. Damit sie Zeit haben, die notwendigen Kurse zu belegen, tritt die Verordnung erst Mitte 2020 in Kraft. 

Die neue Regel hat allerdings auch schon Kritiker. Es ist schließlich naheliegend, dass vor allem Hautärzte diese Dienstleistung anbieten. In den Augen einiger Politiker gibt es davon allerdings zu wenige. Sie befürchten, dass Patienten künftig sehr lange auf die Entfernung warten müssen.

Trotzdem wurde die Verordnung vom Bundesrat mit großer Mehrheit beschlossen. Bei der Entfernung von Tätowierung kommen schließlich hocheffektive Laser zum Einsatz. Sie können in den falschen Händen schwere Verletzungen verursachen. Mit den nun vorgeschriebenen Schulungen soll sichergestellt werden, dass der Behandler weiß, was er macht. Ein Mediziner ist darüber hinaus in der Lage, einzuschätzen, ob ein Patient für dieses Verfahren geeignet ist oder ob es ein zu großes Risiko für ihn birgt. 

Pflege der Haut nach der Behandlung

Eine solche Laserbehandlung ist ziemlich belastend für die Haut. Immerhin durchdringen die Laserstrahlen die Epidermis, also die oberste Schicht. Unmittelbar nach der Sitzung sollte die betroffene Stelle daher unbedingt gekühlt werden. So sorgen Sie dafür, dass Schwellungen zurückgehen oder sich gar nicht erst bilden. Außerdem kann es sein, dass sich in den ersten Stunden Schorf bildet. Der an sich ist überhaupt nicht gefährlich. Allerdings sollten Sie den Schorf nicht abkratzen. Dadurch würde sich eine offene Wunde bilden, durch die Keime und Bakterien in den Körper gelangen können. Im schlimmsten Fall entsteht so eine heftige Entzündung.

Auch bei der morgendlichen Hygiene ist in den ersten Tagen Vorsicht geboten. Die behandelte Stelle sollte in keinem Fall mit Seife gewaschen werden. Wasser an sich schadet zwar nicht. Allerdings darf das Areal nicht minutenlang in der Badewanne untergetaucht werden. Das würde die Haut in dieser Phase zu stark austrocknen. 

 

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Die richtige Ernährung nach der Tattooentfernung

Auch nach den ersten Tagen braucht der Körper viel Liebe. Sie sollten zum Beispiel auf eine ausgewogene Ernährung achten und ausreichend trinken. So sorgen Sie dafür, dass die Haut stets mit wertvollen Nährstoffen versorgt wird. Das hilft bei der Regeneration. Aus dem gleichen Grund sind Alkohol und Zigaretten übrigens tabu. Beide Stoffe entziehen dem Körper bekanntlich wichtige Nährstoffe. Extra Tipp: Trinken Sie viel Ananas-Saft. Der enthält spezielle Enzyme. Sie fördern die Heilung der Haut.

In den ersten Wochen ist übrigens auch Entspannung angesagt. Leider nicht in der Sauna. Schweiß wäre für die behandelte Stelle ziemlich schädlich. Deswegen müssen Sie auch auf Sport verzichten. Also legen Sie die Beine hoch und helfen Sie ihrer Haut bei der Heilung. 

 

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Wer führt eine Laserbehandlung durch?

Wie bereits erwähnt, dürfen vom Jahr 2020 an nur speziell ausgebildete Mediziner eine Laserbehandlung anbieten. Aber auch heute ist es schon so, dass sich vor allem Dermatologen darauf spezialisiert haben. Sie verfügen ohnehin über die notwendige technische Ausstattung und wissen bestens über die Beschaffenheit der Haut bescheid.

In großen Städten finden Sie sogenannte Laserzentren. Hier arbeiten Experten, deren täglich Brot die Entfernung von Tätowierung ist. Insofern haben sie auf diesem Gebiet eine besonders große Expertise. Vor allem Menschen, die eine sehr große oder bunte Zeichnung loswerden wollen, sollten sich an diese Laserzentren wenden. Es ist zwar generell möglich, derart komplex Zeichnungen zu entfernen. Einfach ist das aber nicht. Hier braucht es einen Fachmann, der sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt. 

Neben Hautärzten bieten immer noch einige Kosmetiker und Tätowierer diese Dienstleistung an. Bis zum Jahr 2020 ist das auch noch vollkommen legal – und muss auch gar nicht schlecht sein. Es gibt auch in diesen Berufsgruppen Laser-Experten. Allerdings können sich die Patienten in diesem Fall nicht auf die Expertise verlassen. Insofern sollte Sie dringend die Qualifikation prüfen und unter Umständen Kundenbewertungen zu Rate ziehen. Empfehlenswerter ist in jedem Fall der Gang zu Mediziner. Schon alleine, weil eine Laserbehandlung auch immer eine große Belastung für den Organismus ist.

Alternative Tattoo-Entfernung ohne Laser

Wir hatten es im ersten Absatz schon angesprochen: Es gibt Alternativen zur Tattoo-Entfernung mit dem Laser. Allerdings hat jede einzelne von ihnen ihre Nachteile. Einige wirken nicht so effektiv, andere bringen das Risiko der Narbenbildung mit sich. Auch billiger sind diese Alternativen nicht unbedingt. Der Laser hat sich nicht umsonst zum Goldstandard auf diesem Gebiet gemausert.

Es gibt aber den verständlichen Wunsch nach sanfteren Verfahren. Eine Alternative könnten Cremes sein, die in der Lage sind, die Farbe aufzulösen. Studien haben inzwischen gezeigt, dass das sogar funktioniert. Allerdings hat dieses Verfahren viele Haken. Zum einen ist es sehr langwierig. Schon eine kleine Zeichnung muss über ein Jahr hinweg täglich mit der Creme behandelt werden. Hinzu kommt, dass die auch noch relativ teuer ist. Eine Tube schlägt mit rund 100 Euro zu Buche. Preislich bietet das gegenüber dem Laser also kaum Vorteile. 

Außerdem hat die Creme natürlich viele sehr schädliche Inhaltsstoffe. Schließlich ist sie dafür da, Farbe aufzulösen. Die Salbe wirkt aber nicht nur auf den bemalten Hautstellen, sondern gelangt auch in den Organismus. Hier gibt es noch keine Studien, ob das zu Schäden führt. Menschen mit empfindlicher Haut reagieren zudem bisweilen mit Ausschlägen. Der größte Nachteil dieser Cremes ist sicherlich ihre begrenzte Wirksamkeit. Sie ist nur für sehr kleine, feine Zeichnungen geeignet. Wer auf seinem Rücken große, bunte Bildchen hat, wird mit der Salbe nicht glücklich. Zu lange würde eine Entfernung dauern.

 

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Die in diesem Artikel beschriebenen Hautpflegeempfehlungen sind die persönlichen Meinungen des Autors. Saunazeit ist nicht verantwortlich für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Eignung oder Gültigkeit von Informationen zu diesem Artikel. Die Informationen, Fakten oder Meinungen, die in dem Artikel erscheinen, spiegeln nicht die Ansichten von Saunazeit wieder und die Redaktion übernimmt keine Verantwortung oder Haftung dafür.

*Letzte Aktualisierung am 23.05.2019 um 20:48 Uhr / Affiliate Links / Bilder & Texte von der Amazon Product Advertising API. Preise ohne Gewähr.

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