Wie werden ätherische Öle für die Sauna gewonnen?

Was gibt es Schöneres, als in der rundum wohltuenden Sauna auch noch mit verführerischen, belebenden oder entspannenden Düften verwöhnt zu werden? In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Öle gewonnen werden und wie sie wirken.
Die Herstellung ätherischer Öle für die Sauna

Die Herstellung ätherischer Öle für die Sauna

Was sind ätherische Öle?

Ätherische oder etherische Öle sind leicht flüchtige Stoffgemische, die aus organischen Stoffen wie Alkoholen, Estern, Ketonen oder Terpenen bestehen. Durch diese Zusammensetzung sind die meisten Öle leicht entzündbar. Ein weiterer Bestandteil sind aromatische Verbindungen, die für die starken Düfte verantwortlich sind, welche meist mit diesen Ölen einhergehen.

Die Geschichte der Aromatherapie – Ätherische Öle

Die heilsamen Eigenschaften ätherischer Öle waren bereits in alte chinesischen und ägyptischen Zivilisationen bekannt. Die Öle gehören zu den ältesten medizinisch und kosmetisch eingesetzten Substanzen. In Ägypten wurden Weihrauch, Myrrhe, Zedernholz und andere Duftstoffe zu Salben verarbeitet und für religiöse Rituale und als Kosmetika verwendet. Hippokrates, der griechische Arzt, der als Vater der Medizin gilt, empfahl schon damals oft Massagen mit ätherischen Ölen. Die arabische Zivilisation hat die Extraktion mittels Destillierkolben hervorgehoben, die bis heute verwendet wird. Die Verbreitung dieses Verfahrens wurde durch die alchemistischen Studien von Paracelsus und den durch Johannes Gutenberg erfundenen Buchdruck stark gefördert. Die Aromatherapie an sich wurde 1910 vom französischen Chemiker René-Maurice Gattefossé erfunden. Nach einem Unfall in seinem Labor und einer unerwartet schnellen Genesung dank Lavendelöls entschied sich der Chemiker, sich weiter mit den Eigenschaften und Wirkungen ätherischer Öle zu beschäftigen.

Ätherische Öle: Ihre Wirkung und Anwendungsgebiete

Je nach Eigenschaft werden ätherische Öle unterschiedlich benutzt. Öle können über die Haut oder die Schleimhäute vom Körper aufgenommen werden. Von dort aus gelangen sie in das Gewebe oder den Blutkreislauf und können ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten. Klassische Anwendungen, die über die Haut erfolgen, sind Massagen, Bäder und Aromatherapien (wobei die Öle bei den beiden Letzteren auch eingeatmet werden). Neben den physikalischen Effekten von Wärme, Kälte oder Druck spielen die Öle eine große Rolle in diesen Anwendungen. Diese können – je nach gewähltem Öl – entspannend und anregend wirken und sogar das emotionale Wohlbefinden steigern. Bei Aufnahme über die Schleimhäute der Nase gelangen die Duftstoffe schnell ins Gehirn. Dort werden sie vom limbischen System verarbeitet und können ihre jeweilige Wirkung entfalten. So aufgenommene Öle können Husten lindern und die Atemwege beruhigen. Besonders eignen sich dafür Eukalyptus, Kiefer, Rosmarin oder Pfefferminze. Da unser Gehirn mit Gerüchen starke Erinnerungen verknüpfen kann, können die Duftstoffe der Öle unser Stimmungsbild ändern oder sogar unsere Konzentration steigern. Oral eingenommene Öle können verdauungsfördernd, beruhigend oder auch schmerzlindernd wirken. Da viele Menschen unterschiedlich auf bestimmte Düfte reagieren, weil sie eventuell bestimmte Assoziationen mit diesen verbinden, kann keine generelle Aussage über die Wirkung aller Öle getroffen werden.

Wie werden ätherische Öle gewonnen und hergestellt?

Öle können synthetisch hergestellt oder aus natürlichen Quellen gewonnen werden. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der natürlichen Methoden zur Gewinnung vor.

1. Herstellung mittels Wasserdampfdestillation

Der persische Arzt Abu Sina erfand die Destillation von Rosenblättern mit Dampf und somit die Grundlage für die Wasserdampfdestillation zur Gewinnung ätherischer Öle. Auch heute noch wird die überwiegende Anzahl der ätherischen Öle mittels Destillation gewonnen. Bei diesem Verfahren werden Pflanzenteile über Wasserdampf erhitzt, die enthaltenen Duftstoffe werden zusammen mit dem Kondenswasser in einen Behälter geleitet, der Florentiner Vase genannt wird. In diesem Behälter scheiden sich die Öle durch ihre geringere Dichte vom Wasser ab, dort werden sie mit einem entsprechend platzierten „Wasserhähnchen“ entnommen. Hölzer, Rinden und Wurzeln müssen für dieses Verfahren zerkleinert werden, Blätter und andere weiche Pflanzenteile können ohne Vorarbeit destilliert werden. Manche Pflanzen müssen wegen der Flüchtigkeit der Öle direkt nach der Ernte destilliert werden, andere werden besser erst getrocknet.

2. Kaltpressung: Natürliches Verfahren zur Ölgewinnung

Allein für hitzeempfindliche Zitrusschalenöle wird die sehr schonende Kaltpressung angewandt. Die Ölbehälter in den Schalen von Zitrusfrüchten sind mit bloßem Auge sichtbar, diese werden durch Raspeln zerstört und der enthaltene Duftstoff kann aufgesammelt werden. Ursprünglich wurde dieses Verfahren mühevoll von Hand durchgeführt. Dabei wurden die Schalen von Hand ausgedrückt und die Öle wurde mit Schwämmen aufgefangen und anschließend in Behältern gesammelt. Inzwischen gibt es maschinelle Verfahren, die die Schalen raspeln. Die Schalenstücke werden in einen Behälter vergleichbar mit der Trommel einer Waschmaschine geraspelt und zentrifugiert. Durch die Farbstoffe der Schalen können Zitrusöle eine Trübung enthalten, was allerdings kein Qualitätsmakel bedeutet.

3. Enfleurage – Extraktion aus Fett

Durch den hohen Arbeitsaufwand wird dieses Verfahren heutzutage kaum noch angewandt, es ist schlichtweg nicht wettbewerbsfähig. Zwar ist die Qualität der gewonnen Düfte besser, die entstehenden Produkte wären allerdings um ein Vielfaches teurer als ihre Wettbewerber, die weitaus günstiger hergestellt werden. Für dieses Verfahren werden Glasplatten dünn mit Fett (meist Schweinefett) bestrichen und in dieses Fett werden in Handarbeit wieder und wieder Blüten gelegt, welche alle 12 Stunden durch neue Blüten ausgetauscht werden. Dieser Vorgang wird 36 Mal wiederholt. Auf diese Weise lösen sich die fettlöslichen Duftstoffe aus den Blüten heraus und sättigen das Fett. Schlussendlich wird die Blütenessenz mit Alkohol aus dem Fett gelöst, welcher abgedampft wird. Übrig bleibt ätherisches Öl von bester Qualität.

4. CO2 – Kohlendioxid-Extraktion

Bei Extraktion von natürlichen Duftstoffen werden stärker duftende Öle gewonnen als bei der Destillation. Das kommt daher, dass bei diesem Verfahren auch die größeren Duftmoleküle gewonnen werden, welche zu schwer sind, um während der Destillation mit dem Wasserdampf aufzusteigen. In diesem Verfahren wird flüssiges CO2 unterkühlt und mittels Kompression gleichzeitig erwärmt. Dadurch wird das CO2 in einen überkritischen Zustand gebracht, was bedeutet, dass es sowohl Eigenschaften einer Flüssigkeit als auch eines Gases besitzt. Durch die dadurch entstehende hohe Fließfähigkeit kann das CO2 in kleinste Poren eindringen und die gewünschten Düfte aus den zugesetzten Pflanzen herauslösen. Durch anschließendes Entspannen und Erwärmen wird das CO2 wieder gasförmig und verflüchtigt sich restlos. Durch seine Trägheit reagiert das Gas nicht mit den Ölen und verfälscht demnach auch nicht dessen Eigenschaften.

5. Extraktion mit Lösungsmitteln

Die Extraktion mit Alkoholen oder Hexan wird für sehr empfindliche Blüten verwendet. Die Blüten werden in diesem Verfahren äußerst schonend behandelt, da sie weder Hitze noch Dampf ausgesetzt werden, was die Duftstoffe zerstören würde. Bei dieser Art der Extraktion werden die Pflanzenteile mit dem Lösungsmittel vermengt und vorsichtig erwärmt. Auf diese Weise werden Duftstoffe von der Pflanze an das Lösungsmittel abgegeben, welches anschließend abgedampft wird.

Warum produzieren Pflanzen ätherische Öle?

Natürliche Öle enthalten sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, also Stoffe, die Pflanzen zwar produzieren, die aber nicht lebensnotwendig sind. Pflanzen produzieren die Öle aus verschiedenen Gründen. Viele Pflanzen nutzen die Öle als Lockstoffe für Insekten und andere Tiere, welche die Pflanze bestäuben oder ihre Samen verbreiten. Ein weiterer Zweck der Öle ist es, Schädlinge fernzuhalten, da diese von manchen Düften abgeschreckt werden.

Sind ätherische Öle desinfizierend?

Natürlich vorkommende ätherische Öle haben eine starke antimikrobielle und antivirale Wirkung. Die antibakteriellen Eigenschaften der ätherischen Öle sind eine direkte Folge der evolutionären Anpassungen der Pflanze. Aus diesem Grund wirken die Öle hier sehr gut.

 

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Oft gestellte Fragen:

Kann man Teebaumöl als Saunaaufguss verwenden?

Das finnische Unternehmen Finnsa hat ein natürliches Teebaumöl für Saunaaufgüsse (bei Amazon) entwickelt. Aufgrund seiner hohen Konzentration und hervorragenden Qualität eignet es sich auch hervorragend für die Aromatherapie und die Kosmetikindustrie. Australische Teebäume werden für ihr starkes Öl angezapft. Es gibt eine Vielzahl von Wirkungen, die alle experimentell nachgewiesen wurden. Die australischen Ureinwohner haben sein bemerkenswertes Heilpotenzial schon lange erkannt. Australisches Teebaumöl wird heute in großem Umfang als Aromatherapie-Inhaltsstoff und in der Medizin- und Kosmetikindustrie verwendet.

Welches Wasser wird für einen Saunaaufguss verwendet?

Sollte man für einen Saunaaufguss kaltes oder warmes Wasser verwenden? Ätherische Öle lassen sich am besten in einem Aufguss mit warmem Wasser verwenden. Warmes Wasser verdunstet schneller und vermischt sich gut mit den Ölen. Die Luftfeuchtigkeit in der Sauna wird durch diesen Wasserdampf vorübergehend erhöht.

Welche Wirkung haben ätherische Öle in der Sauna?

Ätherische Öle und ihre Wirkung im Überblick

  • Einige ätherische Öle haben antibakterielle Eigenschaften, die sie bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen wie Halsschmerzen, Erkältungen und Mandelentzündungen nützlich machen. Thymian (alle Chemotypen), alle Lorbeersorten, alle Manuka-Sorten, alle Myrten-Sorten, alle Rosenholz-Sorten, alle Teebaum-Sorten (am besten innerhalb von 6 Wochen nach dem Öffnen verwenden) und alle Zitronengras-Sorten sind Beispiele dafür.
  • Bei Viruserkrankungen wie Grippe, Erkältungen usw. ist es jedoch ratsam, antivirale, d. h. virenabtötende Öle zu verwenden. Dazu gehören alle Chemotypen der folgenden Öle: Cajeput, Eukalyptus globulus und radiata, Myrte, Ravintsara, Teebaum und Thymian.
  • Darüber hinaus gibt es ätherische Öle, die eine schleimlösende und auswurffördernde Wirkung haben, so dass sie zur Behandlung von Husten, Erkältungen und Bronchitis nützlich sind. Benzoe, Cajeput, Myrte, Anis, Niaouli, Eukalyptus globulus & radiata, Kardamom, Lorbeer, Ravintsara, Thymian, Linalool, Weißtanne und Niaouli sind geeignet.

Ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung

Natürlich vorkommende ätherische Öle haben eine starke antimikrobielle und antivirale Wirkung. Die antibakteriellen Eigenschaften der ätherischen Öle sind eine direkte Folge der evolutionären Anpassungen der Pflanze. Aus diesem Grund wirken die Öle hier sehr gut.

Antibakterielle Öle sind:

  • Eukalyptus,
  • Ingwer,
  • Lavendel,
  • römische Kamille,
  • Kardamom,
  • Kiefer,
  • Lemongrass,
  • Majoran,
  • Minze,
  • Orange,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Sandelholz,
  • Teebaum,
  • Thymian,
  • Wacholder,
  • Wintergrün,
  • Zitrone, Zitronengras und
  • Pfefferminzöl.

 

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Weitere interessante Themen:

  • Ätherische Öle können die Vorteile der Aromatherapie in der Sauna verstärken. Vielleicht sind Sie mit ätherischen Ölen vertraut und haben sie auf Ihre Haut aufgetragen oder in einem Diffusor verwendet. Noch bevor der Begriff “ätherisches Öl” geprägt wurde, wurde die homöopathische Medizin schon seit Tausenden von Jahren praktiziert. Aufgrund ihrer zahlreichen Wirkungen und Vorteile erfreut sie sich heutzutage immer größerer Beliebtheit. Die Zugabe von ätherischen Ölen zu Ihren Saunagängen ist eine ausgezeichnete Methode, um die Vorteile der Aromatherapie und die Wirkungen der einzelnen Öle zu maximieren.
  • Was Wärme, ätherische Öle und Licht bewirken können. Ein Saunagang ist eine Wohltat für Körper und Geist. Und das aus gutem Grund: Unser Wohlbefinden wird nicht nur durch die Hitze, sondern auch durch die ätherischen Öle im Saunaaufguss und nicht zuletzt durch das Licht gesteigert.
  • Welche Saunaöle sind laut Kundenrezensionen am beliebtesten? Was gibt es Schöneres, als sich nach einem langen Arbeitstag oder einer hektischen Woche in der Sauna zu entspannen? Die Sauna ist eine Wohltat für Körper, Geist und Seele. Nirgendwo sonst können Sie so gut entspannen, Ihr Immunsystem stärken, Ihr Hautbild verbessern und Ihre Fitness steigern. Für ein wunderbares Saunaerlebnis braucht man das richtige Zubehör. Wenn Sie eine eigene Sauna zu Hause stehen haben, sollten Sie mindestens ein Saunatuch, eine Aufgusskelle, einen Aufgusskübel, eine Saunauhr und ein Saunathermometer besitzen.

 

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*Letzte Aktualisierung am 25.09.2022 um 13:52 Uhr / Affiliate Links / Bilder & Texte von der Amazon Product Advertising API. Preise ohne Gewähr. Wir können Provisionen für Käufe erhalten, die über unsere ausgewählten Links getätigt werden.