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Darf ich mit geschwollenen Beinen in die Sauna?

Darf ich mit geschwollenen Beinen in die Sauna? Diese Frage werden Sie sich vermutlich noch gar nicht gestellt haben. Schließlich ist das heiße Vergnügen doch gesund. Sie sollten aber trotzdem Vorsicht walten lassen. Wir erklären Ihnen, warum.

Mit Venenleiden in die Sauna?
Darf ich mit geschwollenen Beinen in die Sauna

Mit Venenleiden in die Sauna?

Darf ich mit geschwollenen Beinen in die Sauna? Diese Frage ist vor allem im Sommer aktuell. Gerade Frauen, die in ihrem Beruf viel stehen, leiden unter diesem Phänomen. Aber die Schwellungen sind nicht nur ein optisches Problem. Dahinter stecken Krampfadern, Entzündungen und andere Venenleiden. Mit all diesen Krankheiten ist nicht zu spaßen. Deswegen ist grundsätzlich Vorsicht geboten, auch wenn es um das gesunde Schwitzvergnügen geht. Wir haben für Sie recherchiert und viel Wissenswertes zusammengetragen. Außerdem haben wir Tipps für Sie, wie Sie Schwellungen in den Beinen verhindern oder lindern können.

Warum schwellen Beine überhaupt an?

Die Ursache für die Schwellungen liegt im Bindegewebe. Das ist bei Frauen besonders schwach, deswegen sind sie die Hauptbetroffenen. Ihr schwaches Bindegewebe sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße heftig anspannen müssen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Im Sommer ist das richtige Schwerstarbeit für den Organismus. Schließlich weiten sich die Gefäße in der Hitze und es braucht noch mehr Kraft, um den Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Zusätzlich weiten sich auch die Venen im Sommer, denn sie sind auch Gefäße. Die Erweiterung fällt hier zwar schwach aus, ist aber trotzdem für die Betroffenen höchst unangenehm. Die Unterschenkel schwellen an und schmerzen beim Gehen und Stehen.

In diesem Umfeld gedeihen auch Krampfadern und Besenreiser bestens. Jede dritte Frau hat irgendwann im Laufe ihres Lebens damit zu tun. Sie treten in der Regel nach dem 30. Geburtstag auf, können das aber auch schon früher tun. Aber auch diese unschönen Linien sind unter Umständen mehr als ein kosmetisches Problem. Ihnen kann eine tiefe Beinvenenthrombose zugrunde liegen. Deswegen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Warum sind Krampfadern und Besenreiser gefährlich?

Aber was ist die Gefahr, die von diesen dicken blauen Adern ausgeht? Besenreiser entstehen dann, wenn das Blut nicht mehr schnell genug transportiert wird. Das geschieht vor allem im Sommer, wenn sich die Gefäße weiten. Die Verästelungen sind eine Art Umleitung, die der Organismus für das Blut schafft. Das ist nicht schön, aber auch nicht sonderlich gefährlich.

Solange es sich nicht um Krampfadern handelt. Sie sehen fast genauso aus, sind aber keineswegs harmlos. Sie neigen dazu, sich zu entzünden. Ein Vorgang der vor allem durch warmes Wetter begünstigt wird. Im Falle der Entzündung bilden sich unter Umständen Gerinnsel, die in der Lage sind, Adern zu verschließen. Das nennt man dann Thrombose. Ein schmerzhafter medizinischer Notfall. Die Gerinnsel können sich lösen, durch den Kreislauf in Lunge oder Herz gelangen – und hier die Blutversorgung unterbrechen. Die Folgen: Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Sind die tief liegenden Gefäße von diesem Phänomen betroffen, wird es richtig gefährlich. Der Blutfluss wird unter Umständen behindert, was wiederum die Venenklappen verstopft. Infolgedessen entsteht eine Entzündung, die eine Thrombose auslösen kann.

Verantwortlich dafür ist hauptsächlich schwaches Bindegewebe. Die Neigung dazu wird leider allzu oft von Frau zu Frau vererbt. Faktoren wie Übergewicht, langes Stehen oder eine Schwangerschaft steigern das Risiko.

 

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Hitze setzt einen Teufelskreis in Gang

Wir hatten oben schon erwähnt, dass Hitze dafür sorgt, dass sich die Venen erweitern. Sie können so weit werden, dass der Körper Umleitungen für die Blutbahn schafft. Das Ergebnis sind die deutlich sichtbaren Krampfadern oder Besenreiser. Zusätzlich ist es möglich, dass sich sogenannte Ödeme bilden. Dabei handelt es sich um Wasseransammlungen. Also Flüssigkeit, die der Körper an keiner anderen Stelle loswird. Im Notfall lagert er sie einfach in den Unterschenkeln ab.

Das passiert aus folgende Grund. Weil sich die Venen in der Hitze erweitern, vergrößert sich ihre Oberfläche. Das sorgt auch dafür, dass mehr Körperwärme entweichen kann. An sich im Sommer ja eine schöne Vorstellung. Aber der Körper kann nicht das ganze Blut über die Umleitungen schicken oder bildet sie erst gar nicht. Deswegen sammelt sich das Blut am tiefsten Punkt und zwar an den Füßen. Infolge dessen sinkt der Blutdruck ab und der Kreislauf läuft nicht mehr so rund wie er soll.

Das Blut, das sich über den Füßen sammelt, kann der Organismus nicht mehr zügig nach oben pumpen. Schließlich ist es dort einfach versackt und verdickt sich deswegen. Weil der Blutdruck gesunken ist, bekommen die Nieren das Signal, ihrerseits auf Sparflamme zu schalten. Sie fahren sozusagen ein Notprogramm ab und wollen Flüssigkeit horten.

Das ist aber gar nicht gut. Die sparsamen Nieren sorgen nämlich dafür, dass zu viel Flüssigkeit im Körper unterwegs ist. Deswegen erhöht sich der Druck in den Gefäßen, schließlich wird noch mehr Flüssigkeit durch das Leitungssystem gepumpt – und die versackt in den Unterschenkeln.

Der Körper deutet dieses Signal aber wieder falsch. Er denkt er verliert Wasser und versucht, noch mehr Flüssigkeit zu sparen. Auch die Nieren scheiden immer weniger aus und der Körper lagert mehr und mehr Wasser über den Füßen ein.

Würden Sie jetzt auch noch in die Sauna gehen, würde dieser Prozess einfach immer weiter gehen. Zwar stehen Sie hier nicht, sondern legen vielleicht sogar die Beine hoch. In der Hitze würden sich aber die Gefäße noch stärker weiten und der Organismus immer mehr Flüssigkeit einlagern.

Was kann ich nun gegen geschwollene Beine machen

Auch wenn wir oft dazu raten, ein Gang in die Sauna hilft in diesem Fall nicht viel. Sie sollten auch mit Ihrem Arzt über dieses Problem sprechen. Er kann einschätzen, wie schlimm es bereits ist und gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie einleiten. Es gibt aber zahlreiche Dinge, mit denen Sie sich selbst helfen können. Wir haben zehn Tipps für Sie.

  1. Legen Sie die Füße hoch. Das ist erstens angenehm und unterstützt den Körper auch noch dabei, das Blut zu transportieren. Wenn Sie können, sollten Sie auch in der Arbeit die Füße nicht auf den Boden stellen. Benutzen Sie zum Beispiel ein kleines Schemelchen, das sie unter Ihrem Schreibtisch aufbewahren.
  2. Vermeiden Sie Wärme, so gut es geht. Das ist zwar im Sommer leichter gesagt als getan, hilft aber umso mehr. Vermeiden Sie es, in der Mittagshitze spazieren zu gehen und halten Sie Ihre Umgebung so kühl Sie können.
  3. Ganz still halten sollten Sie Ihre Füße aber nicht. Empfehlenswert sind sanfte Bewegungen wie spazieren oder schwimmen. Auch sie helfen dem Körper, das Blut richtig zu transportieren.
  4. Damit Ihr Körper erst gar nicht denkt, dass er an Flüssigkeitsmangel leidet, sollten Sie ausreichend trinken. So halten Sie Ihre Nieren auf Trab und sorgen dafür, dass Sie gar nicht erst das Sparprogramm abfahren.
  5. Achten Sie auf Ihre Ernährung. Vor allem sollten Sie so wenig Salz wie möglich essen. Das weiße Kristall bindet Flüssigkeit und sorgt dafür, dass der Organismus ziemlich schnell einen Mangel spürt.
  6. Stützen Sie Ihre Knöchel mit geeigneten Strümpfen. Die sind inzwischen richtig schick und in jeder Drogerie erhältlich. Die Kompression unterstützt die Venen bei ihrer Arbeit und verhindert, dass sie sich zu stark weiten.
  7. Sie sollten nicht zu lange still stehen oder sitzen. Wenn Ihr Job das zulässt, sollten sie mindestens fünf Minuten pro Stunde langsam gehen.
  8. Gönnen Sie sich von Zeit zu Zeit eine professionelle Massage. Mit kreisenden Bewegungen regen sie den Blutfluss an. Diesen Effekt können Sie mit frischen Düften wie Zitrone oder Minze weiter fördern.
  9. Achten Sie darauf, ausreichend Magnesium zu sich zu nehmen. Das Mineral ist sehr gesund für das Bindegewebe und hilft, es straff zu erhalten. Die gute Nachricht: Auch Schokolade enthält viel Magnesium. Ansonsten sollten Sie zu Grünkohl, Spinat und Mineralwasser greifen.
  10. Nutzen Sie die Kraft der Kastanien. Es gibt zum Beispiel Salben, die den Extrakt der Früchte enthalten. Die Cremes haben einen kühlenden Effekt und unterstützen so die Venen.

 

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*Letzte Aktualisierung am 22.09.2019 um 19:10 Uhr / Affiliate Links / Bilder & Texte von der Amazon Product Advertising API. Preise ohne Gewähr.

 

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