Saunieren ist eine unterschätzte Heilmethode

Neue Forschungen bestätigen, dass Schwitzen eine Reihe von Krankheiten heilen oder verhindern kann. Tatsächlich ist Schwitzen sehr gesund. Ein Regelmäßiger Saunabesuch wird sogar mit einer Verlängerung des Lebens in Verbindung gebracht.
Saunabaden ist eine unterschätzte Heilmethode

Saunabaden ist eine unterschätzte Heilmethode

Saunieren ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Prävention von Zivilisationskrankheiten. Der abrupte Wechsel zwischen intensiver Hitze und Abkühlung trainiert das Immunsystem, wirkt sich positiv auf Herz, Blutgefäße, Atemwege und Stoffwechsel aus und kann sogar die Lebenserwartung um mehrere Monate verlängern. Mehrere neue wissenschaftliche Untersuchungen sind ausgewertet worden, und hier ist das Ergebnis dieser Auswertung.

Aktuelle Studien aus Finnland

Dass die Sauna etwas bewirkt, wird schon seit langem vermutet, aber jetzt wurde es bestätigt. Natürlich stammt diese jüngste Studie aus Finnland, einem Land, in dem die Sauna als wesentlicher Bestandteil des nationalen Kulturerbes gilt. Eine Langzeitstudie, die von Fachleuten der Universität von Ostfinnland in Kuopio durchgeführt wurde, ergab, dass häufige, vorzugsweise tägliche Saunagänge vor allem Männer hervorragend vor plötzlichem Herztod und anderen Herzrisiken schützen.

Der Herzspezialist Jari A. Laukannen und seine Kollegen verfolgten die Gesundheit von 2 315 ostfinnischen Männern, die zum Zeitpunkt der Teilnahme an der Studie zwischen 42 und 60 Jahre alt waren und Angaben zu ihren Saunagängen gemacht hatten, über einen Zeitraum von insgesamt 21 Jahren. Männer, die einmal pro Woche in die Sauna gingen, wurden in drei Gruppen eingeteilt: diejenigen, die zwei- bis dreimal pro Woche in die Sauna gingen, und diejenigen, die vier- bis siebenmal pro Woche in die Sauna gingen, wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Zeit, die in der Sauna verbracht wurde, wirkte sich auf das Ergebnis aus, was bei der Auswertung berücksichtigt wurde.

Veröffentliche Studie in der Fachzeitschrift Jama Internal Medicine

Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift Jama Internal Medicine veröffentlicht wurden, waren eindeutig: Je öfter die Männer in die Sauna gingen und je länger sie dort schwitzten, desto seltener starben sie am plötzlichen Herztod, an einem Herzinfarkt oder an den Komplikationen anderer kardialer Ereignisse in ihrem Leben, stellten die Forscher fest.

Es ist die erste Studie, die prospektiv nachweist, dass regelmäßiges Saunieren das Risiko des plötzlichen Herztodes, der koronaren und kardiovaskulären Sterblichkeit sowie der Gesamtsterblichkeit deutlich reduziert, so Gian Flury aus Scuol, der im Swiss Medical Forum über die Studie schrieb. Daher können wir Ärzte unseren Patienten regelmäßige Saunabäder als wirksame primäre Präventionsmethode vorschlagen. Das Saunieren sei eine der am meisten unterschätzten Präventionsmethoden, so Privatdozent Rainer Brenke, der davon überzeugt ist, dass es helfen kann, eine Vielzahl von Krankheiten zu vermeiden. Nach reiflicher Überlegung kommt der Berliner Internist und Facharzt für Physikalische Medizin zu dem Schluss, dass häufige Saunagänge von Ärzten und Institutionen stärker gefördert werden sollten, sowohl zur Gesundheitsprävention als auch zur Behandlung von Krankheiten.

Saunabesuche senken den Anteil grippaler Infekte

Nach Angaben des Berliner Wissenschaftlers hat keine andere Maßnahme die Widerstandsfähigkeit gegen grippale Infekte sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern nachweislich so gesteigert wie das Saunabaden. Darüber hinaus wurde die allgemeine gesundheitliche Stabilität deutlich verbessert. Studien haben ergeben, dass häufige, wöchentliche Saunabesuche die Zahl der grippalen Infekte nach etwa einem Jahr um etwa ein Viertel reduzieren.

Saunatherapie auch bei Erkrankungen der Haut

Auch für Menschen, die unter Hautkrankheiten leiden, kann Saunieren therapeutisch sein. Den größten Nutzen scheint die Saunatherapie bei der Behandlung der Schuppenflechte zu haben, wobei der Hauptnutzen wahrscheinlich in der geringeren Anfälligkeit für Infektionen liegt. Einige Neurodermitis-Patienten vertragen die Sauna ebenfalls gut und profitieren von der entspannenden Wirkung der Sauna auf das vegetative Nervensystem, was ihnen helfen kann, nachts besser zu schlafen. Auch bei der Behandlung von chronischer Urtikaria (Nesselsucht) hat die Sauna nachweislich eine positive Wirkung.

Ausschüttung von Endorphinen

In einer Reihe von Untersuchungen wurden der Sauna schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften bescheinigt. Durch die Freisetzung von Endorphinen und die Verbesserung der Beweglichkeit kann es sich lindernd auf rheumatische und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates auswirken. Auch japanische Forscher haben herausgefunden, dass Saunabaden die Lebensqualität von Menschen, die an Weichteilrheuma bzw. Fibromyalgie leiden, verbessern kann.

Während der Schwangerschaft in die Sauna?

Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte Deutschlands können gesunde schwangere Frauen, die an regelmäßige Saunagänge gewöhnt sind und keine Beschwerden haben, vom Beginn der Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt von dem Wärme-Kälte-Wechsel profitieren. Durch das Schwitzen kommt es zu einem Flüssigkeitsverlust, der zu einer Verringerung der Wassereinlagerungen führen kann. Da die Muskeln insgesamt weicher und entspannter sind, können Saunagängerinnen außerdem leichter entbinden.

Wann sollten schwangere Frauen auf Saunabesuche verzichten?

Unerfahrene Saunagänger sollten in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft auf das Saunieren verzichten. In dieser Zeit ist das ungeborene Kind am empfindlichsten. Bei einem Wärmebad sollten werdende Mütter auf ihren Instinkt vertrauen und die Saunakabine verlassen, sobald sie sich unwohl fühlen, so die Experten. Von einem kalten Tauchbad ist während der Schwangerschaft abzuraten, vor allem zum Ende der Schwangerschaft.

Die positive Wirkung auf die Psyche

Der Effekt beruht auf einem gezielten Wechsel von intensiven Wärme- und Kältereizen, der immer wieder wiederholt wird. Während eines 10- bis 15-minütigen Saunagangs steigt die Hauttemperatur durch die trockene Hitze, die bis zu 100 Grad Celsius erreichen kann, auf etwa 42 Grad Celsius an. Die Erweiterung der Blutgefäße bewirkt eine verstärkte Durchblutung. Weiße Blutkörperchen, Makrophagen und Lymphozyten, die für die körpereigene Abwehr zuständig sind, werden aufgrund des Temperaturanstiegs vermehrt produziert.

Die Blutgefäße ziehen sich durch die anschließende Abkühlungsphase zusammen, die in kalter Luft, im kalten Wasser eines Tauchbades oder im Schnee auftreten kann. Dadurch wird ein deutlicher Trainingseffekt auf die Gefäßmuskulatur erzielt.

Den Alltagsstress mit einem Saunabesuch abbauen

Die Saunatherapie ist ein einfaches natürliches Heilmittel, das eine äußerst nützliche und erfrischende Wirkung auf den allgemeinen Gesundheitszustand des Körpers hat. Nach Angaben finnischer Saunaspezialisten hilft die Hitze der Sauna, Stress und Spannungen im Körper abzubauen. Ein von Sorgen geplagter Mensch verlässt die Sauna in einem ausgeglicheneren, ja sogar heiteren Gemütszustand.

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